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Mittwoch 6. März 2002, 14:25 Uhr
USA melden hunderte getötete El-Kaida-Kämpfer

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Kritik an anhaltenden Luftangriffen in Afghanistan - Belohnung für Gefangene ausgesetzt

Bagram/Afghanistan (AP) Die alliierten Truppen haben bei ihrer Offensive im Osten Afghanistans nach Angaben der US-Armee hunderte Kämpfer der El Kaida getötet. Sie hätten in der anhaltenden Schlacht jetzt die Oberhand gewonnen, erklärte US-Kommandeur Generalmajor Frank Hagenbeck am Mittwoch auf dem Luftwaffenstützpunkt Bagram. Fast eine Woche nach Beginn der Angriffe mehrten sich aber auch die Stimmen, die ein Ende der Luftangriffe fordern.

Die alliierten Bodentruppen hätten mehrere Höhlen in den umkämpften Bergen eingenommen, sagte der General. Die Gefechte mit Gruppen von El-Kaida-Kämpfern, die sich in dem Gebiet eingegraben hätten, hielten aber an. Bislang seien hunderte Tote bestätigt worden, sagte Hagenbeck. Der Geheimdienst habe zunächst vermutet, dass sich 150 bis 200 feindliche Kämpfer in der Region aufhielten, inzwischen werde von 600 bis 700 ausgegangen. «Ich bin überzeugt, dass wir mindestens die Hälfte davon getötet haben», sagte Hagenbeck.

Am Fuß der Berge ziehen die afghanischen Verbündeten rund 5.000 Soldaten für eine Offensive gegen die noch verbliebenen Kämpfer zusammen. Von diesen wird vermutet, dass es sich fast ausschließlich um El-Kaida-Mitglieder handelt.

Die UN-Menschenrechtskommissarin Mary Robinson kritisierte vor ihrem Afghanistan-Besuch am Donnerstag die Kriegsführung der USA. Die Angriffe seien so angelegt, dass es zu unangemessen vielen Opfern unter der Zivilbevölkerung komme, sagte sie der Wochenzeitung «Die Zeit». Zuletzt hatten Bewohner der Ortschaft Surmad berichtet, dass in den Bergen bei Gardes auch viele Frauen und Kinder seien, die sich zusammen mit ihren Ehemännern und Vätern den Angriffen ausgesetzt sähen. «Ich akzeptiere es nicht, dass man in Dörfern so genannte 'Kollateralschäden' verursacht und nicht einmal nach der Zahl und den Namen der Toten fragt», sagte Robinson, die zuletzt schon die Behandlung von Gefangenen kritisiert hatte.

Angesichts des anhaltenden Widerstands der Untergrundkämpfer setzen die Alliierten auch auf die Mitwirkung der Bevölkerung. Afghanische Geheimdienstmitarbeiter verteilten am Mittwoch Flugblätter in der Umgebung der Stadt Gardes, die für jeden gefangenen El-Kaida-Kämpfer eine Belohnung von 150 Millionen Afghanis (4.600 Euro) versprechen.

Aus US-Kreisen verlautete unterdessen, El-Kaida-Anhänger planten eine Serie von Autobombenanschlägen in Kabul. Auf diese Art wolle das Terrornetzwerk der internationalen Schutztruppe und der Übergangsregierung von Hamid Karsai Schaden zufügen. Brigadegeneral Carl Hubertus von Butler, Kommandeur des deutschen Truppenkontingents in Afghanistan, stufte die Lage der Bundeswehr in Kabul allerdings als sicher ein. Die Bundeswehr sei auf Gefahren und Risiken eingestellt.

Die Vereinigten Staaten erwägen, die Stärke der UN-Schutztruppe auf 9.000 Soldaten zu verdoppeln. Wie westliche Diplomaten am Dienstagabend in New York erklärten, soll auch geprüft werden, ob das Einsatzgebiet der Truppe von Kabul und Umgebung auf andere Städte Afghanistans ausgeweitet werden kann. Im Gespräch sind den Angaben zufolge Masar-i-Scharif, Kundus, Dschalalabad sowie Kandahar und Herat.

 

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