Unstimmigkeiten auch beim "Fussvolk"?: Warum nicht? // Konkrete Gegenkonzepte auch wahrnehmen! (Re: Herr Rasler)


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Posted by Tobias Werner on November 02, 2001 at 20:13:09:

In Reply to: Re: Unterstützung posted by Bodo Rasler on November 02, 2001 at 13:22:38:

Sehr geehrter Herr Rasler,

wie es auch anders gehen könnte, habe ich in meinem Beitrag "Die globale Sicherheit kann nur durch die sich reformierende UNO" vom 31.10.01 umrissen, worauf ich Sie ja schon mal hinwies. (Auf ausdrücklichen Wunsch könnte ich da aber auch noch ein wenig konkreter werden - aber: Wozu sind eigentich die Politiker da?)

Wenn sich hier viele aber vor allem auf die größeren und kleineren Widersprüche der "Regierungspropaganda" konzentrieren und nur allgemeinste oder Gegenvorschläge bringen, so ist dies im Rahmen eines solchen Forums durchaus sinnvoll, legitim und für viele auch hilfreich.
Wenn man bedenkt, wie viele Legislaturperioden nun schon über die Fragen einer großen Gesundheitsreform debattiert und nachgedacht wurde, und was für Gedanken (und Gesetze) da mehrfach hin und her gewendet wurden, so ist die bedingungslose Zustimmung zu einem Krieg - von unseren Regierenden hier hingegen ja fast schon diskussionslos erfolgt. Löbliche Ausnahme war hier ja nur die PDS.
Diese Diskussion müssen und dürfen wir nun an der Basis nachholen bzw. anregen.
Warum sollen nicht auch hier meheree Wege nach Rom führen, der eine eben etwas schwieriger, dafür kürzer, ein anderer schöner und angenehmer, aber länger und ein dritter vielleicht zu lang oder zu steil und riskant ist. Auch kann es Irrwege geben! Diese Vor- und Nachteile kann man aber nur durch eine Diskussion - hier also vor allem auch einer Diskussion der Risiken und Ziele erkennen und abwägen, da muss man als Otto-Normalo deshalb nicht unbedingt klüger als die Regierung sein und mit einem kompletten und stimmigen Gegenrezept daherkommen, wenngleich dies sicher das Ziel sein sollte.

Auch muss es hier erlaubt sein, dass jemand sagt, ich bin bereit, das Risiko eines terroristischen Anschlages weiterhin in bisheriger Höhe zu tragen, wir haben damit ja auch schon vor dem 11.09.01 gelebt, wie uns jetzt voll bewusst wird. Heißt es irgendwo nicht auch, dass man jemandem noch seine zweite Wange hinhalten soll? Gab es nicht auch einen erfolgreichen Gandi?
All dies können mögliche Hintergründe für die Ablehnung des jetzigen Vorgehens sein.

Mir erscheint die psychologische und ideologische Komponente beim Kampf gegen den Terrorismus - auch gegen seine (hier eh nicht vollständig zu beseitigende) Akutgefahr(!) - in diesem Falle jedenfalls noch wichtiger als die derzeitigen Militäraktionen, die - unter bestimmten Vorraussetzungen - manchmal sicher auch eine Berechtigung haben können, was ja wohl auch in diesem Berliner Aufruf als Möglichkeit nicht ausgeschlossen wird. Dieser lässt ja leider - oder auch zum Glück - manches offen.
Da sie's (wie ich auch) lieber konkreter hätten, bitte ich sie - im Falle eines evtl. Widerspruchs - sich vielleicht auch mal zu meinem o.g. Beitrag zu positionieren. Womöglich können sie durch ihre Kritik auch mich zum weiteren Nachdenken oder gar einer Kurskorrektur anregen!

Mit freundlichem Gruß
Tobias Werner





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