Gedichte für den Frieden


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Posted by Berthold Henze on October 31, 2001 at 20:18:49:


Krieg
Wer beginnt den Krieg,
denkt nur an seinen Sieg.
Oft aber geht es anders lang,
das führt dann in den Untergang.
Der Krieg von Anfang an genau geplant.
Am Ende aber denkt man dann,
wenn man dann noch denken kann:
Ach hätten wir das nur geahnt.

Keine Alternative
"Keine Alternative"
eine Lüge,
nicht nur für Primitive,
und Intrige
gegen Alles,
nicht nur gegen Soziales
und gegen Demokratie,
sondern auch gegen den Frieden
im Osten und Süden.
Wer so was kündet
ist mit dem Rückschritt verbündet,
hat an Diäten gerochen
oder ist schlechtweg bestochen.
Oder andersherum,
er ist zum Regieren zu faul
oder zu dumm,
oder, auch das ist aktuell,
vielleicht zu krimminell.

Wehrhafte Demokratie
Ich mußte mich ein Weilchen quälen,
weil ich nicht wußt,wer wär zu wählen.
Doch hab ich endlich die Partei gewählt
auf die des Volkes Mehrheit zählt,
weil ihre Führer Glück nur künden
und den Abbau bisheriger Sünden.
Nun lehn ich mich beruhigt zurück.
Das Herz ist frei und voller Glück,
weil wir nun endlich die Regierung
und damit eine bessere Führung,
die uns zu Glück und Frieden führt,
wie es dem Wählervolk gebührt.
Doch halt was macht die neue Riege?
jetzt führt sie sogar zum Kriege
und den nun schon im großen Rahmen
und auch in ihrer Wähler Namen.
Wir wollten eigentlich keine Kriege,
statt dessen bekommen wir nun Siege,
die außerdem noch ziemlich teuer
und uns so gar nicht sehr geheuer
und auch noch nicht so sehr gewiss.
Das Volk ist endlich wieder eingemeind´t
und eines andern Volkes Feind.

Maihimmelgedanken
Ein roter Stern neben dem bleichen Trabanten,
Mars - ihn die Menschen von einst benannten.
Warum taten sie ihm das - diesem schönen Stern?
Wahrscheinlich hatten sie Kriege so gern.
Das Gestirn konnte sich dagegen nicht wehren
und so blieben der Schönheit kriegerische Ehren.
Inzwischen zieht der Planet seine Bahnen
unbeirrt um verliehene Namen.
Vielleicht wird sie die Menschheit doch einmal schaffen -
eine friedlich Welt ohne jegliche Waffen.
Drum sie auch der Mars vom Kriege zu trennen
in dem wir ihn schon jetzt friedlich benennen.

Obere Klassen
Wir lebten in der allgemeinen Klasse
ganz gut und das mit kleiner Kasse.
Jetzt sind wir fünfte bis dritte
ein paar von uns auch obere Mitte.
Hier haben wir uns eingerichtet.
Sind unserm Eigentum verpflichtet.
So sind wir auch schon bei den Feinen
gehören nicht so recht mehr zu den Kleinen.
Drum blicken wir auch sehr gelassen
auf die Millionenmassen
unserer schönen Erde,
die da hausen in den Unterklassen.
Und das Gefühl ist schön
von oben auf so was zu sehn.
Und unser Blick ist voller Huld
und unser Spenderherz betroffen
der Beutel darum oft auch offen.
Doch soll man´s auch nicht übertreiben.
Die Leute sind doch schließlich selber schuld.
Wir müssen seh´n, dass wir selbst bleiben
und genießen können unser Treiben.
Genau genommen, geht´s uns selber schlecht
und darum haben wir das Menschenrecht,
so wie jetzt uns zu benehmen
ohne uns auch nur zu schämen.
Und wer da etwas anderes meint
ist fortan unseres Bündnis Feind.
Mit ihm wir kämpfen und fechten
im Namen von Menschenrechten.



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