Re: Die sofortige Übergabe des Falles an die UNO - wäre für alle die beste Lösung! - eben NICHT!


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Posted by Bodo Rasler on November 05, 2001 at 11:48:51:

In Reply to: Die sofortige Übergabe des Falles an die UNO - wäre für alle die beste Lösung! posted by Tobias Werner on November 05, 2001 at 00:12:21:

Sehr geehrter Herr Werner,

Sie hatten in einer Antwort auf einen meiner Beitraege geschrieben, dass wir wohl weitgehend uebereinstimmen.

Mittel und langfristig: JA
Kurzfristig: Nein
Begruendung: Die UNO wird sich NICHT einigen koenen, die Rolle des Weltpolizisten zu uebernehmen!

Ich hatte gestern NACH der offiziellen Aeusserung/Reaktion der Arabischen Liga auf das neueste tape von bin Laden die Gelegenheit, mehrere Diplomaten aus arabischen Laendern zu sprechen.
Man stimmte mir zu, dass es kaum eine offizielle Unterstuetzung der Militaeraktionen geben wird - aus Ruecksicht auf die Bevoelkerung in den eigenen Laendern.
Es wurde aber auch klar, dass man die von den USA eingenommene Rolle insofern als positiv sieht, weil man selbst die "Dreckarbeit" nicht verrichten muss.
Es sitzen z.B. einige in arabischen Laendern gesuchte Terrosisten in europaeischen Laendern im Asyl - nun hofft man, diese wenigstens im Gegenzug demnaechst "zu erhalten".

Was ich damit sagen will: solange wir uns in verschiedenen "Bloecken" bewegen - westliches Demokratieverhalten gegen z.B. "nicht-immer-voll-demokratisch" zur Macht gekommennen Regierungen in z.B. einigen Arabischen Staaten,
werden sich die betroffenene laender nicht auf eine einheitliche Sprachregelung einigen koennen - es wuerde - wie ich schon mehrmals schrieb - nur der kleinste gemeinsamme Nenner gefunden werden. Und der wuerde eben NICHT in einem massiven - notfalls militaerischem Schlag unter UNO Mandat gipfeln.

Es ist bekannt. dass der Sudan 96 bin Laden auswies. Die USA wollten ihn nicht, weil es angeblich nicht geniuegend Beweise fuer eine Verurteilung gab. Saudi Arabien wollte ihn nicht, WEIL man Beweise hatte ber ihn nicht hinrichten wollte, aus Ruecksicht auf die Stimmung in der Region aus der bin laden stammt.
Deshalb der Ausweg Afghanistan.




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