Säkularisierung ist Sache jedes Staates - es gibt Wichtigeres zu regeln als dies! ( Re.Eine differenzierte Sichtweise)


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Posted by Tobias Werner on November 04, 2001 at 12:38:36:

In Reply to: Eine differenzierte Sichtweise posted by Bodo Rasler on November 02, 2001 at 14:48:27:

Sehr geehrter Herr Rasler,

dass die fehlernde Trennung von Kirche und Staat sich bei einem religiösen Extremismus besonders leicht und stark negativ auswirken kann, ist sicher wahr. Aber besonders bedeutsam ist dies nicht - vom Vatikan ist deshalb ja auch noch kein Krieg oder eine direkte Gefahr ausgegangen. Gerade die Nazis haben doch gezeigt, wie man auch ohne diese Kopplung riesiges Unheil stiften kann (man bedient sich dann eben anderer Ideologien) und auch, wie aus einer Demokratie auf -fast- demokratische Weise eine Diktatur werden kann (Indem nämlich die überwältigende Mehrheit der "verblendeten" Massen dann einfach eine radikale Partei wählt).
Insofern gibt es (noch) keinen perfekten Schutz gegen fundamentalistischen bzw. diktatorische Regime.
Wenn schon, so kann Schlimmeres auch hier nur durch eine auf einer Weltverfassung beruhende Weltregierung gewährleistet werden, welche auf die Einhaltung politischer Grundregeln und menschlicher Grundrechte aller Unterzeichner achtet und welche dazu für Verstöße auch gestaffelte Gegenmaßnahmen einsetzen kann. Fortschrittliche Regierungen sollten sich zunächst also vor allem hierauf konzentrieren. Wenn die Bevölkerung der anderen Länder merken, wie gut man damit fährt, wird sie sich dann schon für eine Unterzeichnung derartiger Gesetze einsetzen. Diese existieren ja meist auch schon, sie müssen halt nur verbessert werden und "nur" mit wirksameren Sanktionsmöglichkeiten konsequent durchgesetzt werden! Man kann diese Entscheidungen nicht immer einem Klub der Mächtigen (Sieger des 2. Wk), also dem UN-Sicherheitsrat überlassen. In diesem Bereich muss es quasi gesetzlich geregelte Automatismen geben, deren Anwendung durch einen wesentlich breiter zusammengesetzten Sicherheitsrat zu prüfen und zu veranlassen ist.

Tobias Werner

PS: Entschuldigen Sie bitte die falsche Schreibweise Ihres Namens in meiner letzten Replik.)


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